Fettabsaugung (Liposuction)

Das Fettabsaugen ist unter den kosmetischen Operationen bei jungen Patienten die am häufigsten gewünschte Behandlung. Mit Hilfe der Liposuction kann Ihre Körperform effektiv korrigiert und Ihre Problemzonen gezielt behandelt werden und so eine ausgewogenen Körperkontur moduliert werden.

Fettzellen werden mit speziellen Kanülen um Problemzonen wie Bauch, Oberschenkel und Hüfte abgesaugt. Es muss betont werden, dass eine Gewichtsreduktion keine Indikation für eine Fettgewebsabsaugung darstellt, da eine Gewichtsreduktion in der Regel erst bei großen Volumenmengen festgestellt werden kann. Je schlanker ein Patient ist und je umschriebener und definierter die Problemzonen (also die Fettpolster) sind, umso schöner wird das Ergebnis der Fettabsaugung sein. Die erzielten postoperativen Ergebnisse sind abhängig von der Beschaffenheit der Haut und vom Alter des Patienten. Im Idealfall sollte sich die Haut bei einem straffen und elastischen Ausgangsbefund gut an die Körperkonturen anlegen.

In der postoperativen Phase ist es wichtig, ein sog. Kompressionsmieder für ca. 4-6 Wochen zu tragen. Die Kompression ist Bestandteil der Behandlung und führt bei Vernachlässigung zu unregelmäßigen Konturen. Die Fettgewebsabsaugung ist bei der richtigen Indikation ein risikoarmer Eingriff. Dennoch können Komplikationen nie vollständig ausgeschlossen werden.

Bei ambulant durchgeführten Liposuctionen ist die Absaugmenge nicht höher als zwei bis drei Liter, bei größeren Volumenmengen bevorzugen wir die stationäre Behandlung mit postoperativer Überwachung der Patienten. Infektionen sowie Wundheilungsstörungen sind äußerst selten und können bei Rauchern, Diabetespatienten und Patienten mit Blutgerinnungsstörungen auftreten. Eine gewisse Pelzigkeit im Bereich der abgesaugten Hautareale ist für einige Wochen normal.

Kleinere Bezirke werden in örtlicher Betäubung und Sedierung durchgeführt. Bei größeren Arealen ist es vorteilhafter diesen Eingriff in Vollnarkose durchzuführen, um radikaler und ausgiebiger absaugen zu können. Bei der Absaugtechnik verwenden wir die sog. Tumeszenzlösung, d. h. das Infiltrieren von Kochsalzlösung die mit Schmerzmittel und Narkosemitteln gemischt ist. Die Fettzellen resorbieren diese Lösung und pumpen sich damit voll, so dass dann nach einer Wartezeit von ca. 30-40 Minuten die eigentliche Fettabsaugung durchgeführt werden kann. Für die verschiedenen Schichten kommen feine Kanülen in der Größe von 2-4 mm zur Anwendung, die sich besonders für die Oberfläche bewährt haben. Für die tiefen Fettgewebsschichten (deep-space-liposuction) verwenden wir auch stärkere Kanülen (bis zu 6 mm). Die Absaugung bei tieferen Fettzellen ist besonders bei problematischen Fettgewebstypen indiziert, um eine Dellenbildung zu vermeiden.

Ultraschallgestützte Liposuction oder Liposuction mit Vibrationskanülen haben sich bei großvolumigen Absaugmengen bewährt.

Bei all diesen Methoden ist es entscheidend, dass der Operateur sich in seiner Methode eine ausreichende Erfahrung erworben hat, um schlechte Ergebnisse zu vermeiden.

Folgende Regionen sind besonders gut für eine Fettabsaugung geeignet:

  • Oberschenkelaußenseite (sog. Reithosentyp)
  • Oberschenkelinnenseite
  • Knieinnenseite
  • Bauchregion, bei größeren Befunden ist hier später eine kleine Bauchdeckenstraffung zu empfehlen
  • Hüfte und Taille (sog. Schwimm- oder Rettungsring, insbesondere bei Männern)
  • Rückenpartien (sog. Rollen im BH-Bereich)
  • Die männliche Brust (ideal bei kleinen fettigen Gynäkomastien)
  • Doppelkinn

Regionen, die mit Vorsicht zu operieren sind:

  • Knöchelregion
  • Oberarme
  • Waden

Durch das schonende Operationsverfahren mit kleinen Kanülen ist die postoperative Schmerzphase gering. In den ersten Tagen hat der Patient das Gefühl einen schweren Muskelkater zu haben. Bei konsequentem Tragen des Kompressionsmieders sind Blutergüsse selten. Diese treten auf, wenn bei der Fettabsaugung Venen angerissen werden. Durch die Verwendung von feinen Kanülen gleiten diese an den Venen vorbei und so eine Hämatombildung vermieden wird. Eine gewisse Sekretion aus den Einstichen nach der Liposuction ist normal und sollte die Patienten in den ersten postoperativen 24 Stunden nicht verwundern. Ab der 2. Woche beginnt die Resorptionsphase der Gewebeflüssigkeiten, so dass langsam das erzielte Ergebnis zum Vorschein kommt.

Erst nach 12 Wochen kann die Gesamtsituation und das Ergebnis nach der Operation beurteilt werden. Bis dahin empfehlen wir die Haut mit speziellen Cremes zu massieren, um die Hautstraffung zu fördern. Bei ausgedehnten Absaugungen zeigen sich in den ersten 14 Tagen isolierte Verhärtungen, die auf eine organisierte Hämatombildung oder Narbenbildung im Fettgewebe zurückzuführen sind. Diese werden sich in den weiteren Wochen verlieren. Wir empfehlen hier weiche Bürstenmassagen durchzuführen, um die Gewebedurchblutung zu verbessern und die Resorptionsvorgänge zu beschleunigen. Diese Ausheilungsprozesse können bis zu 6 Monaten betragen und treten am häufigsten bei Fettabsaugungen im Bauchbereich auf. Bei problematischem Fettgewebstyp ist eine Nachbesserung nach ca. 4-6 Monaten erforderlich, um das zu erhoffte Ergebnis zu erzielen.


Möglich sind: Fettabsaugung Bauch/Beine/Po

Kombinationseingriffe: